Jaco Vroom aus den Niederlanden wollte eine Modellbahn bauen, auf der sich frische grüne Weinberge und Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter befinden. Im Zentrum der Modellbahnanlage sollte ein typisch französischer Bahnhof mit einem blau-weißen Namensschild aus Emaille angesiedelt sein. Entstanden ist die Modellbahn H0 Kleinanlage „Sainte Ellisaire“, die wie ein Urlaub in Frankreich mit der Eisenbahn wirken soll.

Der Anlagenbau dieser Modelleisenbahn hat etwa zehn Jahre lang gedauert. Entstanden ist eine Kleinanlage, die zugleich als Ausstellungsanlage gedacht ist und sogar nach seiner Tochter Ellis, nämlich „Sainte Ellisaire“, benannt wurde. Die Modellbahnanlage mit einer Größe von nur 180 cm x 50 cm spiegelt die 1950’er und 1960’er Jahre im Elsaß wider, als viele Nebenbahnen in Frankreich nicht als Normalspurbahnen, sondern in Schmalspur betrieben wurden.

So ist der Dorfbahnhof in Sainte Ellisaire so klein, dass er nicht von der staatlichen, französischen Eisenbahngesellschaft „Société nationale des chemins de fer français“ (SNCF) bedient wird, sondern der Bahnverkehr, der hauptsächlich aus Dampfzügen, Dieselzügen und Schienenbussen besteht, von der regionalen Bahngesellschaft „Compagnie de chemins de fer départementaux“ (CFD), organisiert wird. Die Gebäude auf der Anlage sind Fabrikate von Jouef, Pola, Faller und Kibri. Alle Häuser wurden umgebaut, teilweise mit anderen Farben versehen und mit Patina gealtert.

Das große Stadttor und die angrenzenden Gebäude sind größtenteils selbst aus Fimo-Modelliermasse gebaut. Für die typisch französischen Geschäfte und Läden nutzte Jaco Vroom Fotos, die er während seiner Urlaube in Frankreich selbst gemacht hat. Jene Fotos wurden ausgedruckt, ausgeschnitten und schichtweise auf Plexiglas geklebt, um die kleinen Läden so realistisch wie möglich aussehen zu lassen. Auf den höchsten Dächern in Sainte Ellisaire wimmelt es von Störchen. Auf dem Platz vor der Kirche steht das für viele französische Dörfer charakteristische Denkmal aus dem Ersten Weltkrieg. Ringsherum findet ein kleiner Markt statt, wo Händler ihre Waren feilbieten. Der grüne Kleintransporter Citroën Typ H, ein sogenannter HY-Bus, der regelmäßig auf den Straßen durch die Weinberge entlangfährt, ist ein umgebautes Fahrzeug aus dem Faller-Car-System.

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